Ausstellung
Ann-Christine Jansson

Protest, Ungehorsam, Widerstand – Berlin in den 1980er Jahren

25. Mai - 25. Juni 2022

1980 kommt Ann-Christine Jansson aus dem ruhigen Stockholm nach West-Berlin. »Zuhause waren Demonstrationen eher Sonntagsspaziergänge. Hier aber flogen Steine und Tränengasgranaten durch die Luft.« Die Fotoreporterin berichtet über öffentliche Protestkultur und studiert deren Milieus in Kneipen und WG-Zimmern. Mit ihrem schwedischen Pass konnte sie an vielen Treffen und Demonstrationen der ostdeutschen Opposition teilnehmen.

Demonstration für Meinungsfreiheit und Reformen am Rande der Feier des 40. Jahrestages der DDR mit vielen Festnahmen, Ost-Berlin, 7. Oktober 1989. Foto: Ann-Christine Jansson

Die Perspektive ihrer Arbeit beschreibt Jansson so: »Vor allem bedeutet Fotografie für mich, respektvolle Nähe zum Gegenüber herzustellen. Die Bilder sind ein Ergebnis des Spannungsverhältnisses von Nähe und Distanz. Blicke und Gefühle der Menschen sind ein wichtiger Fokus meiner fotografischen Arbeit.«

Demonstration Kurfürstendamm, Berlin, 16. Juni 1984. Foto: Ann-Christine Jansson

Ann-Christine Jansson
Protest,Ungehorsam, Widerstand – Berlin in den 1980er Jahren
25. Mai bis 24. Juni 2022

Vernissage mit Diskussion über Presse und Polizei am Mittwoch, 25. Mai 2022, von  19 bis 21 Uhr.

Mittwoch, 15. Juni 2022, von 19 bis 21 Uhr:
Widerstand und Öffentlichkeit in Ost-Berlin. Interviews und Diskussionen zu den Bedingungen, unter denen die Opposition in der DDR Zugänge zur Medienöffentlichkeit in Ost und West suchte.

Freitag, 24. Juni 2022, von 19 bis 21 Uhr:
Wie kaum eine andere Branche haben journalistische Printmedien in den letzten Jahrzehnten Rationalisierungspotentiale umgesetzt. Die Verlage nutzen jedoch nicht nur die wirtschaftlichen Einsparmöglichkeiten im technischen Produktionsprozess. Archive werden zentralisiert, zunehmend wird auf Agentur- und Stockmaterial zurückgegriffen, und die Honorare sinken. Was bedeutet das für die Medienvielfalt?

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