FREELENS Galerie
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Aktuelle Ausstellung
Gerd Ludwig
Gerd Ludwig
MOSCOW NEVER SLEEPS
Eröffnung: Donnerstag, 21. Januar 2010, 19 Uhr.
Es spricht Christiane Gehner.
Die FreeLens Galerie freut sich sehr, Gerd Ludwigs jüngste Russland-Reportage MOSCOW NEVER SLEEPS erstmals als Ausstellung präsentieren zu dürfen.

Wenn es in Moskau Nacht wird, treten die gesellschaftlichen Unterschiede deutlich zu Tage. Auf der Gewinnerseite von Russlands rasend schnellem wirtschaftlichen Aufstieg feiern sich die Reichen und Mega-Reichen in extravaganten All-Night-Discos, opulenten Restaurants und schicken Designer-Läden selbst. Doch während Moskau sich mit der größten Zahl an Milliardären im Verhältnis zu jeder anderen Metropole rühmen kann, ist auch die Zahl derer gewachsen, die von diesem Aufschwung längst abgehängt wurden.
Gerd Ludwig, der seit den frühen 1990er Jahren für den National Geographic von Russland berichtet und den Wandel der Weltmacht über Jahre hinweg dokumentiert hat, zeigt in seiner jüngsten Reportage MOSCOW NEVER SLEEPS beide Seiten einer Entwicklung, die arm und reich immer weiter ins Extreme treibt.

Drastisch, aber nie denunzierend macht Ludwig die Gegensätze in der russischen Gesellschaft sichtbar, wie sie im nächtlichen Moskau aufeinander prallen. Auf Ludwigs Fotos begegnet man den Reichen und Schönen, den Armen und Rechtslosen und allen Schattierungen dazwischen. Die Hoffnung auf etwas Glück und ein Stück vom Kuchen verbindet sie und treibt sie hinaus auf Moskaus kalte Straßen. Gerd Ludwigs Fotografien verdichten das nächtliche Treiben zu einem Porträt der Metropole, wie es bisher nur wenige gesehen haben.
Das Projekt wurde vom Kulturwerk der VG Bild-Kunst gefördert.

Gerd Ludwig, geboren 1947 in Alsfeld/Hessen, lebt heute in Los Angeles. Er studierte Fotografie bei Otto Steinert an der Folkwangschule in Essen, war Mitbegründer von VISUM und arbeitete für Geo, Stern, Spiegel, Zeit-Magazin, Time und Life. In den den frühen 90er Jahren wurde er Vertragsfotograf bei National Geographic. Schwerpunkte seiner Arbeit bilden die sozialen und politischen Veränderungen in der ehemaligen Sowjetunion sowie Umweltthemen. Seine Bilder sind in Ausstellungen und Festivals auf der ganzen Welt zu sehen. Gerd Ludwig wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. 2006 mit dem Lucie Award als “Photographer of the Year”.