DI.DAY Wechselrezept
Illustration: Florian Biege
Elon Musk hat X (ehemals Twitter) zu einer Plattform umgebaut, auf der (rechtsextreme) Hassrede und Desinformation Vorfahrt haben. Mastodon ist so etwas wie das Gegenteil – und besser! Ein Verbund aus vielen kleinen Netzwerken („dezentral“), meist werbefrei und in der Hand der Nutzer*innen. Es gibt keinen Algorithmus, der Dich wütend machen will – Du siehst, was Deine Freunde posten, chronologisch und entspannt. Wenn Du zu Mastodon wechseln möchtest, kannst Du loslegen:
1 Serverwahl
Gehe auf joinmastodon.org oder fedi.garden. Suche dir ein Zuhause aus, das gut zu dir passt. (Keine Entscheidung für immer – Du kannst den Server später auch wechseln, nimmst aber Deine Follower und die, denen Du folgst, mit!).
2 Konto erstellen
Registriere dich auf deinem gewählten Server.
3 App laden
Lade die offizielle Mastodon-App oder (noch besser für Profis) Apps wie „Tusky“ (Android) oder „Ivory“ (iOS) herunter. Phanpy.social funktioniert sogar im Web und bietet einen transparenten Algorithmus zum Aufholen, wenn Du Deine Timeline mal aus den Augen gelassen hast.
4 Freunde finden
Deine Timeline ist erst einmal leer – aber keine Sorge! Folge Accounts, die Du interessant findest:
Tools wie der Fedifinder helfen dir, deine alten Twitter-Kontakte auf Mastodon wiederzufinden. Auch bei Fediverse.info findest Du spannende Accounts. Thematisch sortiert kannst Du auch gleich mehreren Accounts mit eine Klick folgen: Starter-Packs.
5 Vorstellung
Schreibe deinen ersten Post (Toot) mit dem Hashtag #Neuhier und erzähle kurz, wer du bist. Die Community freut sich über Dich.
1 Kochanleitungen für jede Lebenslage
gibt’s im Netz – beispielsweise bei Sascha Pallenberg, im Video bei Digitalcourage oder auch als kleines Büchlein.
2 X-Account stilllegen
Hinterlasse auf deinem alten X-Profil einen angepinnten Tweet mit deinem neuen Mastodon-Link. Lösche die X-App von deinem Handy, um dem Sucht-Algorithmus zu entkommen.
3 Keine Algorithmen
Genieße die Ruhe. Keine gesponserten Posts, keine Krypto-Werbung – eine chronologische Timeline.
And once you #DIDit – teile unseren Wechselpost und inspiriere andere dazu, ihre digitale Privatsphäre selbst in die Hand zu nehmen!
Der Digital Independence Day ist ein gemeinsames Projekt vieler Organisationen, koordiniert von Save Social – Networks For Democracy.