Liebe FREELENS-Mitglieder, liebe Interessierte,
sehr geehrte Leser*innen,
jetzt sind so ziemlich alle Katzen aus dem Sack: Der »Code of Practice on Transparency of AI-Generated Content« (CoP) liegt nun final vor, muss aber noch von EU-Kommission und AI Board abgesegnet werden. An einer ergänzenden Guideline der EU-Kommission, die vor allem näher erläutern soll, was nun genau der zu kennzeichnende Deepfake ist, sind noch kleine Änderungen denkbar – Jürgen Scriba ist als Leiter der AG Fortschritt im Fotorat im direkten Austausch mit dem AI Office.
Dagmar Schwelle und ich werden zügig einen Leitfaden dazu entwickeln, was ab 2. August gekennzeichnet werden muss. Spoiler: So ziemlich jedes Foto oder Bild, das mit KI geniert oder bearbeitet wird und das für ein authentisches Foto gehalten werden kann (außer es geht nur um Standardbearbeitung wie z. B. Rauschreduktion) muss gekennzeichnet werden. Außerdem arbeiten wir zusammen mit dem Fotorat an einer politischen Stellungnahme und es gibt ein Spezial der KI-Podcasts des Fotorates dazu, in dem ich auch ein bisschen spekulieren darf (siehe unten).
Wir dürfen sehr gespannt sein, was das für KI-Bilder in der Werbung bedeutet, die ja in der letzten Zeit massenhaft zu sehen waren. Sie müssen künftig jedenfalls durch jene, die sie prompten, sichtbar gekennzeichnet werden. Diese strenge Regelung mag einige nerven, aber möglicherweise hilft sie dabei, unsere Jobs zu sichern. Denn da KI-Label Bilder stigmatisieren, könnte der Wert echter Fotografie wieder steigen.
Eine weitere Stellungnahme haben wir nun auch zum dritten (oder vierten?) Mal zur Evaluierung der DSM-Richtlinie eingereicht, die ja unter anderem auch die Text-und-Data-Mining-Schranke einführte.
Es bleibt also spannend!
Viel Spaß beim Lesen und schon mal einen schönen Sommer
Marco
P.S.: Feedback gerne an mich: marco.urban@freelens.com