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Vortrag

1,3 Millionen Bilder – Das Volker Hinz Archiv

März 19 2026
03.03.2026

Donnerstag, 19. März 2026, 19 Uhr | Alter Steinweg 15, 20459 Hamburg

Wir laden euch herzlich zu einem Vortrag der Kunsthistorikerin und Nachlassverwalterin Henriette Väth-Hinz ein, der die Herausforderungen und Chancen der Archivierung analoger Fotografie beleuchtet. 

Mit dem Aufkommen der digitalen Fotografie Mitte bis Ende der 1990er Jahre setzte eine intensive Debatte über die Archivierung analoger Bestände ein. Was sollte mit den Millionen fotografischer Abzüge geschehen? Wo und wie sollten sie gelagert werden? Und musste am Ende womöglich alles entsorgt werden – wie es etwa in der Werbebranche häufig Praxis war? Viele Magazine begannen, ihre über Jahre sorgsam gehüteten Prints in Kisten einzulagern, nachdem sie die Bestände für den schnellen Weiterverkauf digitalisiert hatten. Kaum jemand wollte noch die Mühe auf sich nehmen, sich durch Stapel gedruckter Fotografien zu arbeiten. Auch zahlreiche Fotograf*innen stellten auf digitale Kameras um. Analoge Arbeiten verschwanden – im besten Fall – in Grafikschränken, sofern ausreichend Platz vorhanden war.

Handabdruck auf Slides
Foto: Volker Hinz/ BSB/Bildarchiv

Bei einem Fotografen wie Volker Hinz, der sich zeitlebens erfolgreich weigerte, digital zu arbeiten, trat diese Situation besonders deutlich zutage. Bis zum Ende seiner Karriere hatten sich rund 1,3 Millionen Aufnahmen angesammelt: Schwarzweiß-Negative und Kontaktbögen, Farbnegative und Dias sowie zahlreiche Prints in unterschiedlichen Formaten. Was geschieht mit einem solchen Konvolut? Dieser Frage geht der Vortrag anhand des Volker-Hinz-Archivs nach. 

Der Abend findet im Rahmen der aktuellen Ausstellung Volker Hinz – »In Love with Photography« statt.

Den Vortrag übertragen wir auch über Zoom. Hier gehts zum Meeting.

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