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Iran Abend

Protest & Repression

Februar 27 2026
18.02.2026

Eine junge Demonstrantin vor einem brennenden Polizeifahrzeug. Teheran, Januar 2026  Foto: Yalda Moaiery

27. Februar 2026, 19 Uhr | Alter Steinweg 15, 20459 Hamburg

Angesichts der aktuellen politischen Ereignisse im Iran, laden wir euch herzlich am 27. Februar 2026 zu einem Iran-Abend in die FREELENS Galerie ein.

Wir richten unseren Blick auf die mutige Arbeit von iranischen Fotografinnen. Im Mittelpunkt steht unsere FREELENS Kollegin Maryam Majd, die mit uns über ihre fotografische Arbeit, ihr Engagement für die Rechte von iranischer Frauen und ihr Ankommen im Exil spricht.
Eingeleitet wird der Abend durch eine Videobotschaft der iranischen Fotografin Yalda Moaiery. Die politische Einordnung übernimmt Steffen Gassel, Auslandskorrespondent und ehemaliger Leiter des stern-Auslandsressorts. Parica Partoshoar, Sprecherin für Migration und Integration der Grünen Fraktion in der Hamburger Bürgerschaft beleuchtet die Situation vor dem Hintergrund ihrer eigenen Fluchtgeschichte aus dem Iran und ihrer politischen Arbeit.

Die iranische Fotojournalistin Yalda Moaiery dokumentiert seit mehr als 20 Jahren Konflikte, Kriege und Naturkatastrophen. Im Zentrum ihrer fotografischen Arbeit stehen Frauen und ihre Lebensrealitäten. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie 2017 mit der Aufnahme einer protestierenden Studentin an der Universität Teheran – ein Bild, das zu einem Symbol der iranischen Protestbewegung wurde.

Für ihre journalistische Tätigkeit wurde Yalda Moaiery wiederholt verfolgt und inhaftiert. Nach ihrer Berichterstattung über die Proteste im Zusammenhang mit dem Tod von Mahsa Amini verbrachte sie 2022 drei Monate im Gefängnis und wurde zu einer Haftstrafe von acht Jahren verurteilt. Trotz dieser Repressionen setzt sie ihre dokumentarische Arbeit im Iran unbeirrt fort.

Steffen Gassel, diplomatischer Korrespondent und ehemaliger Leiter des stern-Auslandsressorts, ordnet die aktuelle politische Lage im Iran ein.

Maryam Majd, gilt als die erste Sportfotografin des Iran. Sie präsentiert einen Einblick in ihre Arbeit und berichtet von  ihrem Engagement für die Rechte von Frauen. Sie setzte sich unter anderem maßgeblich dafür ein, dass Frauen im Iran Zugang zu Fußballstadien erhalten. 2011 wurde sie kurz vor ihrer geplanten Reise zur Frauenfußball-Weltmeisterschaft nach Deutschland verhaftet und 33 Tage lang inhaftiert.

Das iranische Frauen-Nationalteam. Foto: Maryam Majd

Im Laufe ihrer Karriere widmet sich Maryam Majd der Aufgabe, eindringliche Geschichten über Frauen und ihre Lebensrealitäten zu dokumentieren – insbesondere im Nahen Osten mit einem Schwerpunkt auf Iran und Afghanistan. Ihre Arbeit macht die Widerstandskraft und Stärke von Frauen sichtbar, die sich in komplexen sozialen, kulturellen und politischen Kontexten behaupten und für ihre Rechte eintreten. Nachdem es für Maryam immer schwieriger wurde, im Iran journalistisch zu arbeiten, ging sie 2023 ins Exil. Heute lebt und arbeitet sie von Berlin aus.

Parica Partoshoar
, Abgeordnete der Hamburgischen Bürgerschaft und Sprecherin für Migration und Integration der Grünen Fraktion, spricht über ihre politische Arbeit. Sie selbst floh Ende der 1980er-Jahre mit ihrer Familie aus dem Iran nach Deutschland.

Durch den Abend führt FREELENS Geschäftsführerin Heike Ollertz.

Die Veranstaltung wird in englischer Sprache stattfinden.

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