Projekt 1 von 2
Als Magazin- und Zeitungsfotograf beschäftige ich mich häufig mit politischen und gesellschaftlichen Themen. Statt jedoch deren Ernsthaftigkeit in den Vordergrund zu stellen, suche ich nach surrealen, skurrilen Momenten – nach absurden Details, die im Alltag leicht übersehen werden.
Meine Arbeit Deutsche Details besteht aus einer Sammlung dieser Momente: Fotografien aus verschiedenen Teilen des Landes, die zeigen, dass das Zusammenleben hier nicht nur komplex, sondern oft auch unerwartet komisch ist.
“Please don’t do that,” the lifeguard tells him.
“I’ve done it plenty of times before.”
“Well then.”
And then, there’s a loud splash.
10-meter diving board, Mollbeck outdoor pool, Recklinghausen, 2023.
"I hope my choice of party will fulfill the hopes of mine and the voters. And not just be empty promises made for the sake of gathering votes."
Voting booth in Berlin-Neukölln, 2016.
Sky, House, Bank, Meadow.Borkum, 2021.
"Contact to above, little shrine with antenna."
Zislow, Mecklenburg-Vorpommern, 2016.
"Plant cleaning at the 'Treehouse Berlin,'
a space for the 'transformation to sustainability.'"
Berlin-Wedding, 2017.
“THE GOOD WINS.”
Campaign booth of the ÖDP.
Potsdam, 2021.
"At the bee station in the garden of Villa Mumm, where today the Federal Agency for Geodesy resides."
Frankfurt am Main, 2022.
‘Focus!’
‘Yes to bankruptcy.’
‘I'M LOOKING FOR A ROOM OR BROOM CLOSET (THAT’S FINE TOO).’
‘Miracles without an economy’.
Signs at a protest against high rents, Berlin-Kreuzberg, 2018.
Waheed, our model migrant, he works all day.
Kreba-Neudorf, 2024.
Projekt 2 von 2
»Liebe junge afrikanische Männer, wir verstehen, dass ihr euer Glück sucht, aber dieses Glück werdet ihr nicht bei uns finden, ihr werdet das Glück in eurer Heimat finden.
Aber eins werden wir nicht tun. Unsere Heimat, unser Deutschland, aus der Hand geben. No way, liebe afrikanische Männer, no way. Für euch wird es keine Zukunft und keine Heimat in Deutschland und Europa geben können.«
Björn Höcke, Alte Schlachthalle Helbra, August 2017, Wahlkampfauftakt zur Bundestagswahl in Sachsen-Anhalt.
Nach mehr als 60 Jahren hat es bei der Bundestagswahl 2017 wieder eine rechte Partei in den Bundestag geschafft – mithilfe von rechten Parolen, Islamophobie und Rassismus. Geschickt hat sich die AfD, die Alternative für Deutschland, die Angst vieler BürgerInnen vor einer vermeintlichen Überfremdung zunutze gemacht. Auch die Ablehnung gegenüber etablierten Parteien bringt viele Protestwähler:innen dazu, die AfD zu wählen, um “denen da oben” einen Denkzettel zu verpassen.
Im August und September 2017, kurz vor der Bundestagswahl, bin ich AfD-SpitzenpolitikerInnen auf Wahlkampfveranstaltungen gefolgt und habe sie porträtiert. Ich wollte die Partei beobachten, die Atmosphäre dokumentieren. Und ich wollte kommentieren, was ich erfahren habe: wie Politiker Macht über ihr Publikum gewinnen und sich von ihm berauschen lassen. Wie sie komplexe Inhalte auf einfache Botschaften reduzieren.
Ausgewählte Ausstellungen
upcoming
"Men don't cry", Fotofestiwal Łódź, Poland
2023
"New Right", 40 Jahre laif – Galerie Mitte im Kubo, Bremen
"New Right", 40 Jahre laif – Stadthaus Ulm
2022
"The Wolf Is Present", Fototage Wiesbaden
"New Right", 40 Jahre laif – Museum für Angewandte Kunst Köln
"New Right", MOCAK Museum of Contemporary Art in Krakow, Poland
Ausgewählte Auszeichnungen
2025
VG-Bildkunst research-grant
Hansel-Mieth-Preis, honorable mention
2024
Gabriel-Grüner-research-grant
Hansel-Mieth-Preis, honorable mention
2020
CO-Talent Award (nomination)
2019
Otto-Steinert-Preis, honorable mention
acatech photography grant
Münzenberg Forum, art prize
Kunstpreis Lotto Brandenburg, promotion prize