Taiwanesische Reisende kehren mit Koffern voller Schmuggelware von Xiamen nach Kinmen zurück. Die Fährverbindung zwischen diesen Orten nahm 2023 nach einer dreijährigen Corona-Pause den Betrieb wieder auf.
Kapitän Li Shuiping, 47 (r.), und sein Mechanischer Ingenieur Cheng Songsen, 38 (l.) auf der Brücke der Fähre von „New Oriental“ zwischen Kinmen Shuitou Commercial Port Jincheng Township, Kinmen County Taiwan mit dem chinesischen Fährhafen Wutong Passenger Wharf in Xiamen.
Mechanischer Ingenieur Cheng Songsen, 38 überwacht den Ablegevorgang der Fähre von „New Oriental“ im chinesischen Fährhafen Wutong Passenger Wharf in Xiamen.
An der chinesischen Grenzkontrolle im Wutong Port fällt den Reisenden ein Propagandaschild ins Auge: „Eine Familie auf beiden Seiten der Meerenge. Zusammenhalt, um unsere Träume zu erfüllen. “ Die meisten Bewohner von Kinmen fühlen sich kulturell und familiär stärker mit Festlandchina verbunden als mit Taiwan, wollen sich jedoch nicht von der chinesischen Politik unterdrücken lassen. Etwa 200 Chinesinnen sind mit Taiwanern auf der Insel verheiratet.
Passagiere der Fähre „New Oriental“ auf der Reise zwischen Kinmen, Shuitou Commercial Port Jincheng Township, Taiwan und dem chinesischen Fährhafen Wutong Passenger Wharf in Xiamen China.
Passagiere, viele davon mit Schmuggelwahren aus China, verlassen die Fähre von „New Oriental“ im Shuitou Commercial Port Jincheng Township, Kinmen County Taiwan.
Strassenansichten bei Nacht von der Innenstadt von Jincheng, dem Hauptort auf Kinmen. Kinmen gehört seit 1949 zu Taiwan und liegt nur wenige Kilometer vom chinesischen Festland entfernt. Seit 1992 herrscht Waffenruhe und Kinmen, mit seinen verzweigten Bunkeranlagen, wurde zu einem riesigen Freilichtmuseum des Kalten Krieges.
Eine von ihnen ist Shi Cheng Mei, eine gebürtige Chinesin, die seit 1998 auf Kinmen lebt. Sie arbeitet als Soldatendarstellerin im „Shishan Howitzer Bunkermuseum“, einem Freilichtmuseum des „Kalten Kriegs“, und zeigt den Besuchern, wie die Kanonen während der Gefechte mit China bedient wurden.
Seniorengruppe aus Taiwan, hat den Houlin Laser Shooting Simulator auf der Houlin Military Base in Houtou Village auf der Lieyu Insel Kinmen besucht. Dort kann die Schussgenauigkeit mit M16 Maschinengewehren getestet werden. Simuliert auf einer Leinwand, landen Truppen aus der Volksrepublik China am Strand. Die Aufgabe? Halten Sie sie auf.
Shi Cheng Mei, Soldatendarstellerin, mit chinesischen Wurzeln, an einer Atelleriekanone im Shishan (Mt. Lion) Howitzer Front in Jinsha Township, Kinmen County. Die Anlage hatte im Atelleriekrieg gegen China eine wichtigeFunktion und gehört zu den zahlreichen militärischen Verteidigungsanlagen, die besichtigt werden können.
Schlachtengemälde im Hujingtou Battle Museum in Lieyu Township, Kinmen County. Die Anlage gehört zu den zahlreichen militärischen Verteidigungsanlagen. Der Bunker wurde vom Militär aufgegeben und zerfällt.
Junge mit Spielzeug Maschinengewehr feiert bei einer Helloween Party in der Innenstadt von Jincheng, dem Hauptort auf Kinmen.
Der Konflikt zwischen China und Taiwan begann 1949, als Chiang Kai-shek mit seinen Anhängern nach Taiwan floh, nachdem Mao Zedong die Volksrepublik China ausgerufen hatte. Die Insel Kinmen, die zur Republik Taiwan gehört und nur 5 Kilometer vom Festland entfernt liegt, war hart umkämpft. Trotz der zunehmenden Präsenz chinesischer Küstenwachschiffe in den Gewässern um Kinmen zeigen sich die taiwanesischen Passagiere wenig besorgt über die wachsende Kluft zwischen Peking und Taipeh sowie die Möglichkeit eines bewaffneten Konflikts.
Verteitigungsanlagen zur Abwehr einer, in der Vergangenheit befürchteten Landung von chinesischen Truppen am Strand unterhalb der Bunkeranlage von L36 Fortress, in Lieyu Township, Kinmen County. Im Hintergrund ist die Skyline vom der nur wenige Kilometer entfernten chinesischen Metropole Xiamen zu sehen. Die Anlage hatte im Krieg gegen China eine wichtige Funktion und gehört zu den zahlreichen militärischen Verteidigungsanlagen, wo einiges an Kriegsgeräten besichtigt werden können.
Der Schmied Maestro Wu in seiner Schmiede in Jinning Township in Kinmen County Taiwan. Hier schmiedet Maestro Wu hochwertige Küchenmesser aus Rohlingen, die er aus den zahlreichen Granaten schneidet. Da hunderttausende Granaten, wärend der Atelleriegefechte mit China, auf Kinmen niedergingen, wird Maestro Wu immer genügend Rohmaterial haben. Wu, der seine Messer weltweit vermarktet, hat den Betrieb von seinem Vater vor 50 Jahren übernommen.
Tourist aus Taiwan, hier beim Fotoposing mit Waffe, hat den Houlin Laser Shooting Simulator auf der Houlin Military Base in Houtou Village auf der Lieyu Insel Kinmen besucht.
Die 30-minütige Fährfahrt ähnelt einer Busfahrt und spart Zeit im Vergleich zu einer langen Flugreise. Täglich verkehren acht Fähren zwischen 8:30 und 17:30 Uhr. Die modernisierten Fährhäfen bieten Abfertigungshallen und Gangways wie auf Flughäfen.
Rund 700.000 Passagiere nutzten im vergangenen Jahr die Fähre Kinmen-Xiamen, darunter überwiegend Taiwaner. Seit 2023 nutzen auch chinesische Touristengruppen den „Goldenen Wasserweg“ wieder, um an den Wochenenden die Bunkeranlagen zu besichtigen.
Vorführung von Soldaten an einer Atelleriekanone im Shishan (Mt. Lion) Howitzer Front in Jinsha Township, Kinmen County. Die Anlage hatte im Atelleriekrieg gegen China eine wichtigeFunktion und gehört zu den zahlreichen militärischen Verteidigungsanlagen, die besichtigt werden können.
Der am Strand von Ou Cuo Sandy Beach in Jincheng Township, Kinmen County, verrottende Panzer zur Abwehr einer, in der Vergangenheit befürchteten Landung von chinesischen Truppen ist heute die Touristenatraktion. Der Panzer verschwindet bei der Flut im Meer.
Dortmund, DE