Stellungnahme FREELENS e.V.
„KI-Strategie für den Kultur- und Kreativsektor“
FREELENS begrüßt die Initiative der Europäischen Kommission, eine eigene KI-Strategie für den Kultur- und Kreativsektor zu entwickeln. Wir teilen das Ziel, die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz für Kultur und Kreativität zu nutzen und zugleich die Voraussetzungen für eine vielfältige, nachhaltige und wettbewerbsfähige europäische Kultur- und Kreativwirtschaft zu erhalten.
Die Fotografie ist seit ihrer Entstehung eng mit technologischer Innovation verbunden. Fotograf*innen haben neue technische Möglichkeiten stets aufgegriffen und für ihre Arbeit nutzbar gemacht – von der Fotografie als Verfahren selbst, über die Belichtung von Film sowie die Kleinbildkamera bis zur digitalen Fotografie, der digitalen Bildbearbeitung und der Nutzung von KI zur Unterstützung kamerainterner Prozesse wie zum Beispiel dem Augen-Autofokus. KI kann ein wichtiges Werkzeug für kreative Arbeit sein.
Wir halten es jedoch für notwendig, zwischen künstlicher Intelligenz im Allgemeinen und generativer KI zu unterscheiden. Generative KI ist in der Lage, kreative Leistungen des Menschen zu ersetzen und damit unmittelbar mit menschlicher Kreativarbeit zu konkurrieren. Sie substituiert Tätigkeiten, die bislang von Menschen ausgeübt wurden. Aus unserer Sicht steht deshalb viel auf dem Spiel.
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