Save Social
Soziale Netzwerke sind längst mehr als Orte für Unterhaltung. Sie sind Informationsräume, Debattenbühnen und Treffpunkte für Communities – und damit ein zentraler Teil unserer demokratischen Öffentlichkeit. Doch genau diese Öffentlichkeit gerät zunehmend unter Druck: durch Monopolplattformen, intransparente Algorithmen, fehlende Verantwortlichkeit, Hass und Desinformation.
Save Social ist eine europaweit sichtbare Initiative, die genau hier ansetzt. Ihr Anliegen: das Internet zurückzuerobern und Alternativen zu stärken – weg von der Abhängigkeit von wenigen Konzernen hin zu offenen, demokratischen und gemeinwohlorientierten Strukturen.
Worum geht es?
Save Social fordert, soziale Netzwerke wieder als Räume zu gestalten, in denen Meinungsfreiheit, Information und gesellschaftlicher Austausch möglich sind – ohne dass Reichweite, Sichtbarkeit und Debattenkultur von Profitlogiken und manipulativen Mechanismen bestimmt werden. Das Projekt knüpft dabei auch an grundlegende demokratische Prinzipien wie Artikel 5 des Grundgesetzes (Meinungs- und Informationsfreiheit, Pressefreiheit) an.
Was ist das Ziel?
Save Social will politische und gesellschaftliche Veränderungen anstoßen – unter anderem durch ein Manifest mit zehn konkreten Vorschlägen, die die Macht von Big-Tech-Monopolen begrenzen und demokratiestärkende Plattformen fördern sollen. Dazu gehören beispielsweise:
mehr Unterstützung für alternative, offene Netzwerke (wie Mastodon & das Fediverse)
Investitionen in Infrastruktur, Bedienbarkeit und Verbreitung dieser Alternativen
bessere Medienbildung und klare Regeln gegen Manipulation, Desinformation und Hass
mehr Interoperabilität und offene Standards statt geschlossener Plattform-Silos
Kurz: Weniger Abhängigkeit. Mehr digitale Souveränität. Mehr demokratische Öffentlichkeit.
Wer steckt dahinter?
Save Social wird von einem breiten Bündnis getragen: Künstler*innen, Autor*innen, Journalist*innen, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Zum Kreis der Unterstützer*innen zählen zahlreiche prominente Namen und Organisationen – darunter auch Akteur*innen aus Medien- und Demokratiearbeit. Auf der Website von Save Social sind viele Erstunterzeichnende sichtbar – u.a. auch FREELENS.
Wer macht alles mit?
Save Social ist ausdrücklich als Mitmach-Initiative gedacht: Getragen wird sie von hunderten Unterstützer*innen und vielen Organisationen, die sich gemeinsam für ein demokratisches Internet einsetzen. Ein zentraler Hebel ist dabei auch die öffentliche Mobilisierung über Petition und Kampagnenarbeit.
Warum ist das für FREELENS wichtig?
Als Berufsverband sind wir direkt betroffen, wenn demokratische Debattenräume wegbrechen. Es betrifft uns alle wenn die Sichtbarkeit von Qualitätsinhalten willkürlich wird oder Plattformen Regeln ändern, ohne Verantwortung zu übernehmen.
Darum wird FREELENS Save Social weiterhin aktiv unterstützen und unsere Präsenz auf alternativen Plattformen weiter ausbauen. Dazu gehört auch die Beteiligung an der Kampagne »Digital Independence Day« die seit Anfang 2026 läuft.
Wir bieten für unsere Mitglieder Webinare rund um Save Social, digitale Unabhängigkeit und das Fediverse an. Die Termine findet ihr in unserem Newsletter und auf unserer Website.
Wir wollen damit Orientierung geben, Wissen teilen und gemeinsam mit euch Wege in eine selbstbestimmtere, offenere Social-Web-Zukunft gehen.
Mehr Infos zur Initiative: Save Social auf savesocial.eu