Deutschland im März

1983 ist das Jahr, in dem die Angst vor dem Atomkrieg wächst. Die schlechte wirtschaftliche Lage auf dem Weltmarkt führt zu einer Krise der Stahl- und Werftindustrie. Die Arbeitslosenzahlen nehmen deutlich zu. Die Grünen ziehen erstmals als politische Kraft in den Bundestag. Im Vorfeld der Bundestagswahl fragt der Stern den Hamburger Fotografen Robert Lebeck, ob der ein Stimmungsbild der Republik "Deutschland im März" mehr ...

The Potemkin Village

Der Mythos besagt, dass der Begriff des Potemkinschen Dorfes auf den russischen Feldmarschall Reichsfürst Grigori Alexandrowitsch Potjomkin zurückgeht. Dieser soll anlässlich einer Inspektionsreise seiner Zarin Katharina der Großen 1787 durch die südrussische Provinz und die Krim zahlreiche bemalte Kulissen errichtet haben lassen, um das wahre, heruntergekommene Gesicht der Region zu verbergen. Auch wenn die Geschichte nachweislich so nicht stimmt, gibt "The Potemkin Village" mehr ...

Hidden Kingdom

Der Fotograf Stefan Bladh hat von 2006 bis 2016 Reisen durch verschiedene europäische Länder unternommen. »Hidden Kingdom« ist das eindrucksvolle Zeugnis dieses Unterwegsseins. Dabei gefällt es Stefan Bladh, den Betrachter mit den vorgeführten Szenen vollkommen im Vagen zu lassen."Hidden Kingdom" mehr ...

The Final Whistle?

Der Fußball isst sich selbst auf. Das größte Spiel der Welt befindet sich an einer entscheidenden Zeitenwende. Entfremden sich die Fans von ihrem geliebten Fußball infolge der ungeheuren Auswüchse der Kommerzialisierung? Steht der Abpfiff des größten Spiels der Welt angesichts von Korruption, Geldgier, Machtmissbrauch, dem Ignorieren von Menschenrechten bevor? Vor allem bei den Großevents der Weltmeisterschaften werden die unheilvollen Entwicklungen "The Final Whistle?" mehr ...

Schmale Pfade | Blickwechsel

Wild wirkt die Landschaft Brandenburgs in den Fotos von Ina Schoenenburg, dort, wo Deutschland und Polen aneinanderstoßen. Immer wieder taucht die Fotografin tief in diesen Landstrich ein und bringt von ihren Ausflügen bildgewaltige Szenen mit, die voller Brüche sind und gleichzeitig faszinieren und irritieren. Wirken die Landschaften ungezähmt, so sind die Menschen, denen sie begegnet, eigenartig traumverloren. An einem Fluss "Schmale Pfade | Blickwechsel" mehr ...

Café Lehmitz

»Im Himmel gibt’s kein Bier, drum trinken wir es hier«, heißt es auf dem Schild im Café Lehmitz, jener legendären Stehbierhalle auf der Hamburger Reeperbahn in den sechziger Jahren. Die ist rund um die Uhr geöffnet und es wird bei weitem nicht nur Bier getrunken. Das Lehmitz ist beliebte Anlaufstelle für alle, die im Rotlichtbezirk arbeiten oder wohnen: Hafenarbeiter, Prostituierte, "Café Lehmitz" mehr ...

Ist doch so

»Ist doch so« – ohne Frage- oder Ausrufezeichen. Aber so knapp der Titel, so weit ist der (Denk-)Raum, der sich hinter den Fotos von Frank Schinski öffnet. Der Fotograf ist ein hervorragender Beobachter der Alltagswirklichkeit und breitet mal witzige, mal melancholische Szenen der Arbeits- und Freizeitwelt vor uns aus."Ist doch so" mehr ...

State of Nature

Berglandschaften, Nordseestrände, Stauseen in den Pyrenäen. Claudius Schulzes Landschaftsperspektiven tragen eine poetische Erhabenheit in sich, von der man als Betrachter unmittelbar erfasst wird. Erst nach und nach werden hinter der Eindrücklichkeit der weiträumigen Panoramen menschliche Eingriffe in die Unberührtheit der Szenen deutlich."State of Nature" mehr ...

Helvetica

Bei der Vorbereitung zu einem Vortrag über Fotobücher fällt Andreas Herzau »Die Deutschen» von René Burri in die Hände. Ein dichtes fotografisches Zeugnis deutscher Nachkriegsgeschichte, das auch mit dem Abstand der Jahre noch beeindruckt. Herzau kommt die Idee, den Schweizern einen Gegenbesuch abzustatten. Wie einst Burri will er die Wesenszüge einer Nation fotografisch ausforschen. Über ein halbes Jahrzehnt besucht er "Helvetica" mehr ...

Kolumbiens Weg zum Frieden

Kolumbien ist derzeit nicht aus den Schlagzeilen wegzudenken. Erst hatten kolumbianische Regierung und FARC-Rebellen einen Friedensvertrag unterschrieben, jetzt wurde er in einem Referendum von der Bevölkerung abgelehnt. Kolumbien bleibt ein gespaltenes Land. In den seit Jahrzehnten anhaltenden Konflikten zwischen Streitkräften, rechten Paramilitärs und linken FARC-Guerillas sind mehr als 220.000 Menschen getötet worden, über sechs Millionen wurden vertrieben. Jonas Wresch ist "Kolumbiens Weg zum Frieden" mehr ...