Was macht man, wenn man als Fotograf etwas zeigen möchte, was längst vergangen ist? Man geht auf Spurensuche. Das haben der Fotograf Marcel Mettelsiefen und der Afghanistan-Korrespondent des „stern“, Christoph Reuter, bei einem Ereignis getan, das deutschlandweit kontrovers diskutiert wurde: das Bombardement eines Tanklastzuges in der Furt im Kunduz-Fluss am 4. September 2009. Ein deutscher Oberst befahl den Angriff, der etliche zivile Opfer forderte. Ein Jahr später, am 3. September 2010 eröffnet in Hamburg die Ausstellung „Kunduz, 4. September 2009“ mit einer Dokumentation über die Menschen, die an diesem Tag Tote zu beklagen hatten.