Rückblick

Alle Ausstellungen der FREELENS Galerie

 

Stephan Vanfleteren

Stephan Vanfleteren

BELGICUM

14. November 2009 – 6. Januar 2010

Zur Eröffnung am Freitag, 13. November 2009, 18.00 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

Es spricht Peter Lindhorst.

Die FreeLens Galerie freut sich sehr, den Fotografen Stephan Vanfleteren erstmals in Deutschland mit einer Einzelausstellung präsentieren zu dürfen. Spätestens sein Buch BELGICUM, ein moderner Klassiker und Geheimtipp gleichzeitig, hat Vanfleteren über die Grenzen Belgiens hinaus bekannt gemacht. Nach Stationen wie dem belgischen Fotomuseum ist nun eine kleine Auswahl von Aufnahmen aus dem Buch in der FreeLens Galerie zu sehen. Dabei handelt es sich um Handabzüge des Fotografen selbst, die das phantastische Spiel mit Licht und Schatten zusätzlich unterstreichen.


Die ausgestellten Arbeiten sind das vorläufige Ergebnis der letzten 18 Jahre, in denen Vanfleteren wohl jeden Winkel Belgiens mindestens einmal besucht hat. Vanfleterens Bilder zeigen ein eindringliches Bild des Vandes, doch darüber hinaus haftet ihnen auch universeller Charakter an. „Stillleben des Alltags“ nennt der Fotograf seine Aufnahmen und in der Tat geht von seinen Bildern eine Ruhe aus, die sie völlig der Zeit zu entheben scheint. Das Belgien seiner Fotografien ist vom Verschwinden bedroht, seine Landschaften ebenso wie die Menschen.

 

„Deutlich spürbar ist, dass der Fotograf aus seinem Arbeitsprozess das Tempo herausgenommen hat: er schlendert, verharrt, nähert sich langsam an. Nur so gelingen ihm intime Ansichten von Leuten in ihren Wohnkammern oder in schummrigen Eckkneipen, die mitreißend und verstörend zugleich sind. In den Gesichtern der Figuren spiegelt sich Verzweiflung, Müdigkeit, Einsamkeit, Melancholie und die Allgegenwart des Todes wider. Doch ihre Blicke bewahren immer auch ein letztes Stück Unergründlichkeit“ , wie Peter Lindhorst schreibt.

 


Stephan Vanfleteren, geboren 1969 in Belgien, arbeitet als freier Fotograf für die Wochenendbeilage „Zeno“ der belgischen Tageszeitung „De Morgen“ und für internationaler Magazine. Daneben investiert er viel Zeit in freie Projekte, wie die Arbeit an der Belgien-Serie. Er gewann mehrere nationale und internationale Preise und seine Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen in ganz Europa gezeigt. Neben BELGICUM veröffentlichte er Bücher wie „Flandrien“ und „Elvis&Presley“.

 

 

Alle Fotos © Stephan Vanfleteren

 

"Mapping Invisible Cities"

Mapping Invisible Cities

7.8. - 25.9.2009

Eröffnung: Donnerstag, 6. August 2009, 19 Uhr.

Die Ausstellung „Mapping Invisible Cities“ zeigt ein überraschendes Kaleidoskop der sechs südostasiatischen Metropolen Manila, Jakarta, Hanoi, Singapur, Bangkok und Kuala Lumpur – so unterschiedlich wie die Städte selbst. Die Aufnahmen der 26 an dem Projekt beteiligten Fotografen aus den jeweiligen Ländern entstanden im Rahmen von Workshops, die Peter Bialobrzeski auf Einladung des Goethe-Instituts in Südostasien gegeben hat. Die einzelnen Positionen verbindet weniger ein gemeinsamer, Asien spezifischer Blick. Sie sind vielmehr Fragmente, die in ihrer Vielfalt zu einer Kartierung der Gemeinsamkeiten und Besonderheiten der sich rasant verändernden Megacities beitragen. Es sind vor allem Bilder, die Menschen im Aufbruch und in der Bewegung zeigen und damit von der zentralen Bedeutung der Mobilität und Flexibilität erzählen, die dem Menschen bei der Anpassung an sich verändernde Städte abverlangt werden.

Die Ausstellung wurde realisiert mit der freundlichen Unterstützung des Goethe-Instituts Jakarta sowie der anderen beteiligten Goethe-Institute.



Kolkata Heritage Photo Project – das Erbe Kalkuttas

Zur Eröffnung am Donnerstag, 11. Juni 2009 um 19.00 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.
Es spricht Prof. Peter Bialobrzeski.

12.6. - 24.7.2009

Fotografien von Studierenden der Hochschule für Künste Bremen: Claudia Aguilar, Johanna Ahlert, Björn Behrens, Jörg Brüggemann, Tine Casper, Franziska von den Driesch, Anja Engelke, Tobias Gratz, Christian Güssow, Dörte Haupt, André Hemstedt, Manja Herrmann, Torben Höke, Britta Isenrath, Joanna Kosowska, Jørgen Kube, Pia Pollmanns, Silke Schmidt, Inga Seevers, Marion Üdema, Sandy Volz

21 Fotografiestudenten der Hochschule für Künste Bremen unter der Leitung von Peter Bialobrzeski haben als "Kolkata Heritage Photo Project" Kalkutta  besucht und die verschwindende, bröckelnde Pracht eines vergänglichen Architektur-Erbes fotografisch festgehalten. Kalkutta ist heute noch gekennzeichnet durch den einstmaligen Reichtum einer sich im 19. Jahrhundert bildenden indischen Elite, die ihrem Wohlstand in großartigen Villen und Palästen Ausdruck verliehen haben. Im Gegensatz zu konventioneller Architekturfotografie bilden die Studierenden die Gebäude nicht menschenleer ab, sondern beziehen die Spuren der heutigen Bewohner und das Straßenleben mit ein. Auf ihren Bildern scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis die letzten steinernen Zeugen eines ehemals glanzvollen bengalischen Großbürgertums für immer verloren gehen.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Hamburger Architektur Sommers www.architektursommer.de

 

 

 

Eva Leitolf


Eva Leitolf: Deutsche Bilder - eine Spurensuche

28.11.2008 - 6.2.2009

Eröffnung: Donnerstag, 27.11.2008, 19 Uhr

Es spricht Ulf Erdmann Ziegler

Buchpräsentation und Ausstellung

Mit ihrem zwischen 1992 und 2008 entstandenen Werkkomplex Deutsche Bilder - eine Spurensuche setzt sich die Fotografin Eva Leitolf mit fremdenfeindlich motivierten Gewalttaten in Deutschland und dem gesellschaftlichen Diskurs zu diesen auseinander.

 

 

Andrea Diefenbach

???? [spid] AIDS in Odessa

26. September – 31. Oktober 2008


Zur Eröffnung der Ausstellung und Buchpräsentation am Donnerstag, 25. September 2008, 19.00 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.


Es spricht Prof. Roman Bezjak.

Andrea Diefenbachs Fotografien sind nicht zu trennen von der gesellschaftlichen Wirklichkeit in der Ukraine, von der sie mit großer Eindringlichkeit und Traurigkeit erzählen. Odessa, einst als Perle am Schwarzen Meer bekannte Hafenstadt, ist der Ausgangspunkt der Verbreitung von Aids in den Staaten der Sowjetunion. Mit schätzungsweise 160000 Infizierten ist die Millionenstadt heute selbst am stärksten von der Ausbreitung der Immunschwächekrankheit betroffen. Diefenbach erzählt entlang von einzelnen Schicksalen vom Leben mit der Diagnose, vor allem aber vom Sterben an einer Krankheit, welche die Regierung gerade erst als Problem anzuerkennen beginnt.

Die Bilder zu „Aids in Odessa“, mit denen die Fotografin 2006 ihr Diplom an der Fachhochschule in Bielefeld gemacht hat, sind über einen Zeitraum von drei Monaten, in dem sie die Menschen begleitet und porträtiert hat, in Odessa entstanden. Das Ergebnis ihrer Sozialdokumentation sind intensive Porträts mit einem hohen Maß an Nähe und Intimität, jenseits des voyeuristischen Blicks auf das Leiden anderer. Diefenbach beleuchtet in ihren Fotografien wie auch in den Bild begleitenden Texten die Ursachen und die individuellen Biografien, in denen immer wieder von Drogen, Armut, Prostitution und einfach Unglück die Rede ist.

In ihren Fotografien spiegeln sich diese Erfahrungen in einer dichten Atmosphäre von Trostlosigkeit und Schmerz wieder. Doch gleichzeitig wohnt Diefenbachs Fotografien auch eine poetische und malerische Kraft inne, so dass ihnen neben ihrem hohen journalistischen Niveau ein allgemeingültiger Charakter anhaftet. „Wäre das meine Arbeit, würde ich mich freuen“, schreibt Boris Mikhailov im Vorwort zum gerade bei Hatje Cantz erschienen Buch „Aids in Odessa“. „Um so zu fotografieren, muss man diesen Schmerz mitfühlen – und das spürt man in jedem einzelnen Bild.“

Andrea Diefenbach, geboren 1974, lebt in Wiesbaden; nach der Ausbildung zur Fotografin und Arbeit als freiberuflicher Fotografin und Fotoassistentin, studiert sie von 2000 - 06 Fotografie an der Fachhochschule Bielefeld, seit 2003 arbeitet sie als freiberufliche Fotografin u.a. für ?Stern, GEO, Brigitte, Brand Eins, ZEIT, SZ Magazin;

PREISE UND STIPENDIEN: 2007/2008 Förderpreis Dokumentarfotografie der Wüstenrot-Stiftung; 2006 DAAD-Stipendium; AUSSTELLUNGEN u.a.: 2009 Aids in Odessa, Galerie Zephyr, Mannheim; Galerie Clamp Art, New York; 2008 Kunstverein Bielefeld (Gruppenausstellung); Aids in Odessa, Lumix-Festival, Hannover; 2007 Plat(t)form, Fotomuseum Winterthur; 2006 Jüdisches, Jüdisches Museum, Berlin; London College of Communication, London;

BÜCHER: ???? [spid] Aids in Odessa, Hatje Cantz, Juni 2008; Jüdisches, 2006; Atemwege, Leben mit Mukoviszidose, 2005