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Geld ist auch gut

Aktuelle Meldungen 

Standortbestimmung der Kreativbranche

Die Ausstellung „VisualLeader“ ist nach Aussagen des Veranstalters „eine Standortbestimmung der deutschen Kreativ-Szene“.  Zum siebten Mal wird diese im Haus der Photographie der Hamburger Deichtorhallen präsentiert. Zu sehen sind rund 200 Arbeiten der Nominierten und Gewinner der LeadAwards: Fotoserien, Zeitschriften-Beiträge, Anzeigen und WebSites sind zu sehen – das Beste, was 2009 in deutschen Magazinen erschienen ist. Sie sollen einen Eindruck über das kreative Leistungspotential der deutschen Zeitschriften- und Werbebranche ergeben.

Merian: Zurück zu den Werbe-Wurzeln?

Pünktlich zum Start der neuen Formel-1-Saison veröffentlicht der Hamburger Jahreszeiten Verlag ein Merian Extra über diesen Motorsport. Das 140-seitige Magazin entstand offensichtlich in Kooperation mit Mercedes, denn Merian Chefredakteur Andreas Hallaschka schreibt in seinem Editorial von „unserem Partner Mercedes Benz“.

Schon bei dem Blick auf das Cover kommen Zweifel auf, ob es sich bei der Ausgabe um ein journalistisches Verlagsprodukt handelt. Sämtliche Teaser haben Mercedes zum Inhalt. Ob es sich dabei um Michael Schumachers Beweggründe handelt, wieder für Mercedes im Rennsport Gas zu geben, oder um ein Interview mit Daimler-Chef Dieter Zetsche über die Zukunft des Automobils.

Eine Renaissance der Kooperativen?

In den 80er Jahren nahm die Zahl der Zusammenschlüsse von Fotografen zu Kooperativen, Fotografen- agenturen und Fotografen-Büros derart zu, dass selbst Kenner der Szene schon mal den Überblick verlieren konnten. Die Vorteile dieser Zusammenschlüsse liegen auf der Hand. Man konnte sich z.B. einen Teil der teuren Ausrüstung teilen. Blitzanlage, Dunkelkammer, Diaprojektor, Studioequipment, das alles brauchte man nur einmal und meistens besaß einer der Fotografen etwas von diesen Gerätschaften, die dann alle nutzen konnten.

Die eigene, individuelle Tageszeitung

Eine Tageszeitung ohne die Ressorts, die man sowieso nicht liest. Ein Blatt mit eigens zusammengestellten Artikeln und eigenem Design. Das mag für manchen Leser ein Traum zu sein. Dieser wird jetzt aber durch ein Projekt zweier Jungunternehmer wahr. Niiu heißt ihr Internetportal mit Hilfe dessen jeder seine private Zeitung bestellen kann.

SZ-Fotoarchiv vermarktet über Picture Alliance

Die Süddeutsche Zeitung will mit ihrem Foto-Archiv offensichtlich an Reichweite gewinnen und mehr Geld damit verdienen. Daher lässt der Verlag sein Bildangebot jetzt auch von der dpa-Tochter Picture Alliance vermarkten.

Süddeutsche Zeitung Photo, die 1956 als SV-Bilderdienst gegründete Agentur, verfügt über 28.000 Fotos, die mehr als 100 Jahre Zeitgeschichte abdecken.

Galore zieht den Stecker

Das einst so gefeierte Magazin GALORE verschwindet gänzlich vom Markt. 2003 gegründet, hatte das Interview-Magazin bereits 2009 den Druck eingestellt. Die letzte Printausgabe erschienen am 10. Juni. Nun wird auch bei der GALORE-Site der Stecker gezogen. Denn auch der Rückzug ins Web, die Idee GALORE im Netz weiter zu führen, ist nicht aufgegangen. Was verwundert, da dort inzwischen ein kostbarer Schatz an 908 Interviews von bekannten Persönlichkeiten online ist.

Die Allianz der Edelfedern

Ist MAGDA eine Verwandte von Hugo? Nein, sie ist die Nachfolgerin. Denn was in Branchenkreisen bereits unter dem Namen Hugo kursierte, heißt jetzt MAGDA (nicht Twix). Und MAGDA ist die Abkürzung für „Magazin der Autoren“ – eine Plattform für exzellente Texte, die gerade online gegangen ist. Der Zusammenschluss von Edelfedern erklärt die Hintergründe: „Das 'Magazin der Autoren' ist ein journalistisches Experiment in einer Welt ohne Geschäftsmodelle. In dieser Welt müssen auch Journalisten sich erst noch zurechtfinden. Aber genau das haben wir gelernt: Uns auf unbekanntes Terrain zu begeben, neugierig zu bleiben und Antworten auf drängende, nie gestellte oder angeblich unsinnige Fragen zu suchen.“

„Augenwischerei“ oder „wichtiger Schritt"?

Die Verhandlungen haben 2003 begonnen. Erst Ende 2009 – also nach sage und schreibe sechs Jahren – haben sich der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) mit den Journalisten-Verbänden DJV und DJU auf „gemeinsame Vergütungsregeln“ für Text-Journalisten geeinigt. Eine Einigung über Fotohonorare erreichten sie nicht.

Mehr als sieben Jahre nach Verabschiedung des neuen Urhebervertragsrechts, in dem die Verbände der Medienbranche und der Urheberorganisationen aufgefordert wurden gemeinsam „angemessene“ Freien-Honorare auszuarbeiten. Eine derartige Regelung konnten bislang nur Autoren belletristischer Bücher erzielen. Das, was Zeitungsverleger und Journalisten-Verbände vereinbart haben, wird von beiden Parteien als akzeptabel angesehen.

Institut für Fotografen

Von ihrem Erscheinungsbild ist es keine Fotoagentur im herkömmlichen Sinne, die vordergründig Einzelbilder verkaufen will. Das Institute for Artist Management ist eine Repräsentanz für „hochklassige kreative Künstler und storyteller aus den Bereichen Fotografie, Film und Text“, wie es in der Selbstdarstellung heißt. Es bezeichnet sich als Multiplattform und Produktionsservice für Editorial und Werbung.

Fotos mit Preisschildern

Darauf hat die Welt gewartet – jedenfalls die Welt der Dealer: Fotos können jetzt mit Preisschildern versehen werden. Nicht mit dem Honorar für das Foto, sondern mit den Preisen für die, auf dem Foto abgebildeten Gegenstände.  So hat man es nun geschafft, dass ein Foto nicht nur zum Kaufen anregt, sondern direkt zur Verkaufsfläche wird.