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das vielleicht neueste aus der Fotografie

 

ITB Buchpreis für Michal Martin

Die weltweit größte Tourismusmesse, die ITB in Berlin, vergibt jedes Jahr seine Buchpreise, die ITB Buch­Awards. In der Kategorie Reisebildband gewann neben Horst-Dieter Ebert mit seinem Buch „Traumreisen mit der Eisenbahn“ der Bildband „30 Jahre Abenteuer“ von Michael Martin.

Futter für die Augen

Weltweit gibt es kein Festival für Food Fotografie – das war bislang so. Dabei steckt das Metier eine große fotografische Bandbreite. Das sagte sich auch einer, der diese Möglichkeiten nutzt: Der in Barcelona lebende Foodfotograf Günter Beer. Also initiierte er das erste Food Photo Festival. Es findet vom 1. bis 17. Oktober 2010 im spanischen Tarragona statt.

Den Begriff Food Fotografie fassen die Veranstalter sehr weit: „Die Inszenierung von Speisen erzählt stets viel vom Zeitgeist, vom Lebensgefühl, das gerade bei den Menschen unseres Kulturkreises herrscht. Dass die Ästhetik des Essens sich verändert und das Thema an Bedeutung gewonnen hat, sollen die Ausstellungen erläutern.“

Ein paar Gedanken zur World Press Disqualifikation

Inzwischen habe ich die Disqualifikation von Stepan Rudnik bei World Press noch einmal hin und her gewälzt. Sicherlich ist es eine ehrenwerte Entscheidung, die so gefällt werden kann. Dennoch bin ich anderer Meinung: Die Entscheidung finde ich etwas kleinlich.

World Press Photo disqualifiziert einen Preisträger

Gestern teilte der Ausrichter des World Press Photo Wettbewerbs mit, dass dem ukrainischen Fotografen Stepan Rudik der Preis aberkannt wird. Dort wo auf der World Press Homepage einst das Gewinnerbild des dritten Preises in der Kategorie „Sport Features“ zu sehen war, steht nur noch: Disqualifiziert. Es ist das erste Mal in der Geschichte des Wettbewerbs, dass einem Fotografen der Preis abgesprochen wird.

Die Drei aus Daun

Schon mal etwas von dem Ort Daun gehört? Nein, nicht Down Under, sondern Daun. Das ist ein Eifelstädtchen mitten in der schönen Landschaft der Vulkaneifel, umrandet von drei malerischen Maaren. Das klingt nicht gerade nach einem Mekka für Fotografie. Aber weit gefehlt – Daun hat eine einzigartige Fotojournalistendichte pro Einwohner, dass selbst Medienhochburgen wie Hamburg, Berlin oder Paris können da nicht mithalten können.

Das Spiel mit der Wahrnehmung

Der Kölner Fotograf Wolfgang Zurborn spielt mit der Wahrnehmung auf humorvolle und intelligente Weise. Seine Motive fotografiert er im öffentlichen Raum, mit Menschen, ohne Menschen - doch das Gewöhnliche, das er dort beobachtet hat, zeigt Zurborn sehr ungewöhnlich. Viele seiner Bilder verweigern sich dem Betrachter, denn Zurborns irritierende Perspektiven, überraschende Kompositionen und fragmentarische Bildanschnitte können oft weder schnell noch eindeutig erfasst werden. Ab 6. März stellt Zurborn im UNO ART SPACE, Stuttgart aus.


Giorgia Fiorio: Von der Meditation bis zur Extase

Welch’ immense Kraft lässt Scharen von Pilgern unter Qualen durch weite Wüsten wandern oder auf höchste Berge steigen? Weshalb fügen Menschen ihrem Körper in Ritualen mit Stichen und Schlägen Wunden zu? Führen Extase, Trance, Schmerz und Meditation zu einem tieferen Verständnis von Leben und Tod oder zu einer höheren Form physischer Realität? Die italienische Fotografin Giorgia Fiorio hat spirituelle Momente der Erhabenheit dokumentiert, in denen sich Menschen unterschiedlichster Kulturen und Religionen auf die Suche nach dem Sinn des Lebens begeben – nach Reinigung, Wahrheit oder Erlösung.

© Giorgia Fiorio

Black Snapper beißt zurück

Wie Diederik Meijer, einer der Mitbegründer des Fotoportals The Black Snapper mitteilt, verlässt ein großer Teil des Teams das Portal und gründet ein neues unter dem Namen bite!Magazine. Der Grund: Nach Meijers Information habe es „unterschiedliche Ansichten“ mit dem Mitbegründer Frank Kloos gegeben. Um die Probleme zu lösen wurde eine neue Website installiert. Frank Kloos wird möglicherweise Black Snapper weiterführen.


Screenshot einer Seite bei The Black Snapper

Vision oder Subvision?

Martin Richter war mit seiner Kamera dabei, als im September letzten Jahres das Subvision-Festival in Hamburg statt fand. Im Auftrag der Körber-Stiftung fotografierte er einen Bildessay, „der die Veranstaltung in ihrer Facettenhaftigkeit und der Fülle ihrer Deutungsmöglichkeiten zu beschreiben versucht“, wie Martin Richter seine Arbeit beschreibt. Das Ergebnis ist ab 02.03. in der Ausstellung VISION / SUBVISION im Foyer der Körber-Stiftung zu sehen.

© Martin Richter

DPGh Kulturpreis 2010 geht an Stephen Shore

Als „einen der bedeutendsten Photographen der Gegenwart“ ehrt die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) den US-amerikanischen Fotografen Stephen Shore mit dem Kulturpreis 2010. Stephen Shore zählt neben William Eggleston und Joel Sternfeld zu den führenden Protagonisten der New-Color-Photography. Mit ihm würdigt die DGPh „eine herausragende Persönlichkeit, deren ikonisches Schaffen international gleich mehrere Photographengenerationen entscheidend geprägt hat.“